Glänzende Demonstration für Weltoffenheit, Diversität und gegenseitige Solidarität in der bayerischen Kunst- und Kulturlandschaft © Veranstalter

Fest der Solidarität

Die 1. WOCHE DER VIELEN mit rund 30 Veranstaltungen startet am Samstag, 9. November.
»Wir sind Viele. Jede*r einzelne von uns« – unter diesem Motto haben sich im Laufe diesen Jahres in ganz Bayern über 200 Kulturinstitutionen, Vereine und Künstler*innengruppen zusammengeschlossen und die Bayerische Erklärung der VIELEN gezeichnet. Heute stehen die VIELEN beispielhaft für ein buntes, tolerantes und diverses Miteinander in der Kunst- und Kulturszene. Bereits im Mai haben sie ihren Überzeugungen bei der GLÄNZENDEN DEMONSTRATION Ausdruck verliehen. Nun wird vom 9. bis 17. November 2019 in München erstmals die WOCHE DER VIELEN mit rund 30 Veranstaltungen stattfinden.
 
Als Auftakt für die WOCHE DER VIELEN haben die Veranstalter*innen ganz bewusst den 9. November gewählt. Das Datum, das als „Schicksalstag“ der Deutschen gilt, bekommt in Zeiten, in den Hetze und Gewalt von rechts zur alltäglichen Erfahrung geworden sind, eine besondere Wichtigkeit in der deutschen Erinnerungskultur. Rechten Fantasien von einer deutschen Monokultur setzen die VIELEN am 9. November mit der Marathonlesung der Bayerischen Erklärung der VIELEN ein klares Statement entgegen. Zwischen 10 und 23 Uhr verlesen jeweils zur vollen Stunde Vertreter*innen verschiedener Gruppen und Institutionen die Erklärung an wechselnden Orten. Aus Rücksicht auf die Gedenkveranstaltung zum Novemberprogrom von 1938 im Alten Rathaus findet in Absprache mit der Israeltischen Kultusgemeinde zwischen 19 und 20.30 Uhr keine Lesung statt.
 
10.00 Uhr PATHOS Theater, Dachauer Straße 110 D
11.00 Uhr #ausgehetzt - Das Bündnis und Kino Asyl im Pixel, Gasteig, Rosenheimer Straße 5
12.00 Uhr SPIELART Theaterfestival in der Studiobühne der Theaterwissenschaft München, Neuturmstraße 5
13.00 Uhr Lichterkette e.V. im Café des Bellevue di Monaco, Müllerstraße 6
14.00 Uhr Kulturzentrum Giesinger Bahnhof, Giesinger Bahnhofplatz 1
15.00 Uhr Münchner Volkstheater, Brienner Straße 50
16.00 Uhr ver.di Kunst + Kultur München im DGB Haus, Schwanthalerstraße 64
17.00 Uhr Theaterakademie August Everding, Prinzregentenplatz 12
18.00 Uhr Residenztheater, Max-Joseph-Platz 1
20.30 Uhr Münchner Kammerspiele, Maximilianstraße 26 - 28
21.00 Uhr Bellevue di Monaco, Müllerstraße 2
22.00 Uhr KulturBunt Neuperlach im Köfte House, Albert-Schweizer-Straße 62
23.00 Uhr SinemaTürk, Medienzentrum München, Filmstadt München und Kino Asyl im Pixel, Gasteig, Rosenheimer Straße 5
 
Die Reflexion eines neuen Rechtsrucks ist auch an den darauffolgenden Tagen einer der Schwerpunkte der WOCHE DER VIELEN: Die Lesungen Peak White - Wirr sinkt das Volk von Kevin Rittberger und Die Reise ins Reich von Tobias Ginsburg setzen sich mit aktuellen rechten Tendenzen auseinander, während der Abend Schicksale von Mitarbeiter*innen der Kammerspiele zur NS-Zeit einen institutionsgeschichtlichen Blick auf das Dritte Reich wirft. Nach neuen Perspektiven auf die NS-Zeit sucht auch die Veranstaltung KAMERA. Möglichkeiten der Erinnerungskultur im Giesinger Kulturbahnhof. Programmpunkte wie die musikalische Lesung Sophie Scholl - Liebe in Zeiten des Widerstands, der Stadtspaziergang Rechte Räume in München oder die Kuratorenführung zur Geschichte und Architektur des Haus der Kunst runden diesen Themenblock ab.
 
Auch Fragen nach Identität, Gruppenzugehörigkeit und Diversität werden in vielfältigen Formaten verhandelt, so beispielsweise im Studio Köfte, im Workshop Eine Arche für alle in der Schauburg, bei den Themenführungen des Museum Brandhorst oder bei der Lesung Tiefrot und radikal bunt von Julia Fritzsche, in der sich die Autorin auf die Suche nach neuen linken Narrativen begibt. Um die Freiheit von Kunst geht es nicht nur in der Diskussion Das Dreieck #3 mit Juliane Rebentisch im Lenbachhaus, sondern auch im Gespräch Freiheit unter Druck, bei dem unter anderem Per Leo, Autor des Buchs Mit Rechten reden, zu Gast ist.
 
Mit dem Thema Inklusion beschäftigt sich die Programmschiene PERSPEKTIVE INKLUSIVE im HochX: Mit Workshops und Diskussionen versucht das Projekt des Kulturreferats der Landeshauptstadt München, neue Sichtweisen auf die Themen Behinderung und Inklusion zu eröffnen. Highlight dieser Veranstaltungen ist unter anderem ein Konzert von Mira Mann, Kartenhauskörper und den Zitronen Püppies, das live in Gebärdensprache gedolmetscht wird.
Diese wie auch die zahlreichen weiteren Veranstaltungen der WOCHE DER VIELEN sind von der Überzeugung getragen, die Kunst nicht denen zu überlassen, die ihre Freiheit einschränken wollen: »Der Pegel der Kultur steht am tiefsten, wenn sie am eindeutigsten ist«, schrieb bereits 1921 der Autor Egon Friedell, dessen Werke durch die Nazis verboten wurden. Er lieferte damit eine Diagnose, die für das künstlerische Arbeiten heute nicht aktueller sein könnte.

9.-17. November 2019, München. Das ganze Programm unter www.dievielenbayern.webflow.io/

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Am 23. November findet die 17. PIN. Party in der Pinakothek der Moderne statt. 
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