In zwölf Abschnitten dokumentiert die Ausstellung mit über 220 Objekten die mitunter skurrile Beziehung zwischen Mensch und Hund (hier der Bereich »Prominente mit Hund«) © A. Pillatzki

»Treue Freunde«

Die neue Sonderausstellung im Bayerischen Nationalmuseum widmet sich der Beziehung zwischen Mensch und Hund.

Seit jeher ist der Hund treuer Freund und Begleiter des Menschen, doch die Beziehung ist nicht ungetrübt … In der Kunst und Kulturgeschichte spiegelt sich das unauflösliche und meist positiv besetzte Verhältnis zum beliebtesten Haustier auf vielfältige Weise. Das Bayerische Nationalmuseum geht der Allianz zwischen Hund und Mensch nun in einer umfassenden Ausstellung auf den Grund. Mehr als 200 Werke, darunter hochrangige Werke der bildenden Kunst und spektakuläre Zeugnisse der Alltagskultur, führen das uralte wechselvolle Mensch-Tier-Verhältnis in seinen verschiedenen Facetten vor Augen. Leihgaben aus internationalen Museen und Sammlungen sowie kaum bekannte Kunstwerke des Bayerischen Nationalmuseums eröffnen ein breites Spektrum von der Antike bis zur Gegenwart.

Prominente Hundehalter wie die Queen, Sisi, David Bowie, Rudolph Moshammer und Uschi Ackermann – deren Stiftung »In Memory of Gerd Käfer & Sir Henry« die Ausstellung maßgeblich unterstützt – sind ebenso vertreten wie Zeichnungen von Loriot und Rudi Hurzlmeier oder eine Pudel-Diamantbrosche von Grace Kelly. Die Ausstellung umfasst zahlreiche Gattungen – von der ägyptischen Hunde-Mumie über mittelalterliche Altartafeln bis zum Hunderoboter. Die einzelnen Kapitel  – zwölf an der Zahl – behandeln Themen wie Treue und Freundschaft, Dienstbarkeit, Statussymbole und Erotik, aber auch die Gefährlichkeit des Hundes. 

Vor 100 Jahren wurde einem bayerischen Hund ein literarisches Denkmal gesetzt. Im Herbst 1919 erschien Herr und Hund von Thomas Mann. Die Erzählung gehört zu den schönsten Hundebüchern der Welt. Der Schriftsteller beschreibt darin die besonders innige Beziehung zu seinem Lieblingshund. Dieser Text spiegelt das eigentümliche Verhältnis zwischen dem Menschen und einem seiner beliebtesten Haustiere. Der Hund gilt seit jeher als treuer Freund und Begleiter des Menschen. Er ist das älteste domestizierte Tier. Über Jahrtausende wurde er vor allem aufgrund seiner Dienste geschätzt. Seine Bedeutung fußte bis in die letzten Jahrhunderte vorrangig auf seiner Stellung als Arbeits- und Nutztier. Erst mit dem Übergang zur Industriegesellschaft setzte ein grundlegender Wandel im Verhältnis des Menschen zum Hund ein: In breiten gesellschaftlichen Schichten wurde aus dem Arbeitstier zunehmend ein Gesellschafts- und Luxustier.

Die Ausstellung betrachtet diese Beziehung zwischen Mensch und Hund als ein Verhältnis von Vertrautheit und Fremdheit, aber auch als den Ausdruck einer merkwürdigen Angleichung. Zeugnisse der Kunst- und Kulturgeschichte sprechen davon aus unterschiedlichen Perspektiven wie Freundschaft, Dienstbarkeit oder Gefühl. Im Spiegel des Hundes erkundet die Schau den Menschen selbst und zielt somit auch auf unser Menschenbild.

Ein facettenreiches Veranstaltungsprogramm für Zwei- und Vierbeiner aller Altersgruppen begleitet die Ausstellung. Führungen laden zum Kennenlernen der gesamten Thematik oder zum vertieften Verständnis einzelner Schwerpunkte ein. Kunstgenuss lässt sich mit lukullischen Freuden verbinden. Mitmachaktionen und Workshops fordern und fördern Kreativität und Entdeckerfreude. Am Dog Sunday lassen sich Attraktionen erleben, und Hundefreunde können Accessoires für ihre Vierbeiner erwerben. Sogar ein Karneval der Tiere wird gefeiert. 

Hunde sind – trotz der Thematik – beim Museumsbesuch nicht zugelassen.


28. November 2019 bis 19. April 2020, Di. bis So. 10-17 Uhr, Do. 10-20 Uhr, Bayerisches Nationalmuseum, Prinzregentenstr. 3. Weitere Informationen auf www.bayerisches-nationalmuseum.de sowie auf Facebook und Instagram unter dem Hashtag #BNMArtDogs.

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