Dr. Andrea Lissoni und Kunstminister Bernd Sibler am 22.10. bei der Pressekonferenz in München © StMWK/Mathias Balk

"Ein neues, vielversprechendes Kapitel“

Dr. Andrea Lissoni wird neuer künstlerischer Geschäftsführer im Haus der Kunst 
Der Italiener Dr. Andrea Lissoni übernimmt die künstlerische Geschäftsführung am Haus der Kunst in München. Das gab Kunstminister Bernd Sibler, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des Ausstellungshauses, heute in München im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt. Der studierte Kunsthistoriker und Kulturmanager, derzeit Senior Kurator an der Tate Modern in London, wird zum 1. April 2020 seine Tätigkeit in der bayerischen Landeshauptstadt aufnehmen. Er war von der mit international renommierten Persönlichkeiten besetzten Findungskommission vorgeschlagen worden. Auch der Expertenrat am Haus der Kunst hatte sich überzeugt hinter diese Wahl gestellt. 
 
»Die Vision, die ich für das Haus der Kunst entwickle, richtet sich an einer zentralen Kraft aus: die Bedeutung zeitgenössischer Kunst und Kultur auf interdisziplinäre Art und in offener, origineller, visionärer, einladender und optimistischer Weise zu teilen«, so Lissoni am Dienstag bei seiner Vorstellung im bayerischen Kunstministerium. Sein Wunsch sei es, »das Haus der Kunst als offenes Haus zu gestalten, verschiedene künstlerische Wissensformen und Gegenwartsfragen zu integrieren und das Publikum für zeitgenössische Kunst zu begeistern.« Daher hoffe er, dass das Haus der Kunst sich mit seiner Vision »weiterhin als wahres Zuhause der Künste behaupten kann, wobei Kunst für mich die unabdingbare, leidenschaftliche und treibende Kraft der Veränderung darstellt.«
 
Laut Kunstminister Bernd Sibler könne man mit Andrea Lissoni »ein neues, vielversprechendes Kapitel« für das Haus der Kunst aufschlagen: Mit dem hervorragend vernetzten und renommierten Kurator habe man eine überzeugende Persönlichkeit gewinnen können, die „sich den Herausforderungen des Hauses der Kunst im Spannungsfeld von internationaler Strahlkraft und lokaler Verankerung stellen will und kann.« Lissoni bringe alles mit, was auf dem Wunschzettel aller Verantwortlichen stehe: einschlägige inhaltliche Expertise im Bereich moderner und zeitgenössischer Kunst, internationale Vernetzung in der Museumswelt wie im Ausstellungswesen und Erfahrung im Management von Kunstinstitutionen. »Außerdem verfügt er über ein ausgeprägtes Bewusstsein für das Haus der Kunst und sein Umfeld«, so Sibler. Er freue sich sehr über die Zusage Lissonis. Zugleich dankte er den Mitgliedern der Findungskommission für ihre Bereitschaft, ihre Expertise bei der Suche nach einer neuen künstlerischen Leitung zur Verfügung zu stellen.
 
Die Findungskommission, bestehend aus Prof. Dr. Susanne Gaensheimer, Direktorin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Daniel Birnbaum, ehem. Direktor des Stockholm Moderna Museet und heute Leiter des Unternehmens Acute Art in London, Sir Nicholas Serota, ehemaliger Direktor der Tate in London, Doryun Chong, Deputy Director und Chefkurator des M+ in Hongkong, und der Vorsitzenden Dr. Nina Zimmer, Direktorin Kunstmuseum Bern und Zentrum Paul Klee, hatte Ende Februar die Suche nach einer neuen künstlerischen Leitung für das Haus der Kunst aufgenommen und auf internationaler Ebene Sondierungs- sowie Auswahlgespräche geführt. »Lissoni hat die Jury überzeugt mit einer Mischung aus Zurückhaltung und Insistenz, inhaltlicher Integrität und Offenheit, gerade auch weil er eher leise Töne anschlägt und die künstlerische Kraft seines Programms ins Zentrum stellt«, so Dr. Nina Zimmer. Sir Nicholas Serota als Mitglied der Findungskommission ergänzte: »Seine Pläne für das Haus der Kunst zeigen seine Verpflichtung gegenüber der Münchner Öffentlichkeit, indem er auch die Zusammenarbeit mit anderen Kunstinstitutionen sowie mit den Hochschulen vorsieht, ganz im Wunsch, im Diskurs des internationalen Kunstgeschehens eine Rolle zu spielen.«

Auch der dreiköpfige Expertenrat, der derzeit das kuratorische Team am Haus der Kunst unterstützt und berät, konnte der zukünftige künstlerische Direktor für sich gewinnen: »Sowohl Hangar Bicocca in Mailand wie auch die Tate Modern, seine bisherigen wichtigsten Anstellungsorte, sind spektakulär groß dimensionierte Publikums-Institutionen. Lissoni kennt sich besonders gut aus in der internationalen Szene des spartenübergreifenden Kunstschaffens und hat sich dabei ein besonderes Renommee erworben. Uns scheint dieser Aspekt von Bedeutung, wenn es darum geht in die Zukunft zu blicken, neue junge Publikumsschichten zu gewinnen und die Herausforderung der gegenwärtigen kulturellen Veränderungen aufzunehmen«, erklärten Ingvild Goetz, Achim Hochdörfer und Bice Curiger gemeinsam.

Dr. Andrea Lissoni wird bis zum Beginn seiner Amtszeit am Haus der Kunst weiter an der Tate Modern in London arbeiten. Währenddessen wird er mit den künstlerischen Teams im Haus der Kunst in intensivem Kontakt stehen.


Weitere Informationen zum Haus der Kunst unter www.hausderkunst.de.

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