BV. l.: Maggie Smith, Joan Plowright, Eileen Atkins und Judi Dench haben viel zu berichten ©Mark Johnson

Tea with the dames 

Roger Michells neuer Film. 

Eileen Atkins, Judi Dench, Joan Plowright und Maggie Smith – mit jeder dieser »Dames« hätte man eine eigene Doku drehen können, zu erzählen haben sie genug. Und doch laufen die geadelten Britinnen erst mit einem Gegenüber so richtig zu Höchstform auf, schließlich sind sie Schauspielerinnen, die das britische Theater seit den 50er-Jahren entscheidend geprägt haben und durch Rollen in Filmen wie James Bond 007, Downton Abbey oder Harry Potter berühmt wurden. Gemeinsam geben sie hier das Stück über vier alte Freundinnen, die sich zum Tee treffen und aus dem Nähkästchen plaudern. Bemerkenswert ist dabei auch der gewählte Ort, das Landhaus von Joan Plowright, in dem sie mit ihrem Ehemann Laurence Olivier gelebt hat. Einer, vor dem sie Angst gehabt habe, gibt Maggie Smith zu. Und Joan muss lachen und bemerkt dann: »Er war wie eine Naturgewalt und manchmal auch ein Albtraum. « Um dem Zuschauer den Zugang zu den Geschichten aus der Vergangenheit der vier zu erleichtern, wurde die Plauderstunde mit aussagekräftigem und interessantem Archivmaterial angereichert. Erfrischend in dieser Doku von Roger Michell (Notting Hill) wirkt die Freimütigkeit, mit der sie von prägenden Erfahrungen wie auch dem Lampenfieber erzählen und sich über die Macken von Kollegen und Ex-Ehemännern lustig machen. Nicht jeder Kommentar ist dabei jugendfrei. Ein kurzweiliger Film mit Protagonistinnen, deren britischer Humor selbst Themen wie dem Alter die Schwere nimmt. 


Start: 25. April. 

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