Die Fraunhofer Saitenmusik © PR 

30 Jahre Fraunhofer Volksmusiktage 

48 Künstler*innen und Ensembles stehen von 3. Januar bis 1. März auf dem Programm.

Angefangen hat es vor 30 Jahren, im Wirtshaus. Beppi Bachmaier saß zusammen mit Richard Kurländer, der damals in den Zimmern hinter der Kulisse wohnte, und sie begannen darüber zu reden, wie man den Januar, der im Kabarett traditionell ja eher gemütlich ist, beleben könnte. Es dauerte nicht lange, und man kam auf die Idee: Wie wäre es mit einem Festival? Die Volksmusiker, die sonst zwischendurch spielten, sollten gleich zwei Wochen am Stück übernehmen. Kurländer übernahm die Organisation und spielte mit seiner Fraunhofer Saitenmusik gleich mit. Die Volksmusiktage im Fraunhofer waren geboren!
Aus den zwei Wochen sind zwei Monate, aus der ersten Idee eine Institution geworden, ein wichtiger Ort der Neuen Volksmusik. Hier spielten und spielen Wegbereiter wie die Well-Buam oder Zither Manä. Hier machten La Brass Banda, Kofelgschroa und Zwirbeldirn auf sich aufmerksam. Hier findet weiter alle zwei Jahre der Volksmusikpreis statt, der junge Gruppen fördert und bekannter macht. Neues und Altes mischt sich, Volksmusik wird zugleich bewahrt und weiterentwickelt.
Auch in unserem Jubiläumstagen erwartet das Publikum Klassiker und Newcomer: die Kapelle Josef Menzl, Loisach Marci, die Wellküren, d’Housemusi, die Unterbiberger Hofmusik, Jodelfisch, ScheinEilig und viele, viele mehr. »48 wunderbare Künstler und Gruppen«, freuen sich die Veranstalter. »Feiern Sie mit uns und ihnen.«

Am Donnerstag, 9. Januar, stehen mit Großstadt Boazn die Träger des Fraunhofer Volksmusikpreises 2017 auf der Bühne. In Großstadt Boazn treffen Trinker auf Träumer, Urbayern auf Hipster und Leut’, für die ihre Heimat die Welt ist, auf Leut‘, für die die Welt nicht genug ist. In derartigen Lokalitäten fühlen sich die drei Musikanten am wohlsten. Mit Baritonsaxophon (Birgit Tomys), Gitarre (Berni Filser) und Steirischer Harmonika (Matthias Pürner) werden diese Gegensätze unverkrampft aber konsequent zunichte gespielt. So wechselt die Großstadt Boazn zwischen alpenländischer Volksmusik und Pop. Auf Facebook unter folgender Adresse: https://www.facebook.com/GrossstadtBoazn/

Das Klezmer-Orchester Halva lädt extra für sein Konzert am Freitag, 10. Januar die Sängerin Andrea Pancur ein. Nicolaas Cottenie erforscht in dem belgisch-deutsch niederländischen Ensemble, wie sich traditionelle Klezmermusik mit Einflüssen aus Griechenland, Türkei, Ungarn und aus der westeuropäisch-klassischen Musik verbindet. Das Ergebnis ist Musik, die zum Tanzen einlädt und hin und wieder einen in sich gekehrten Ton anschlägt.

Hinter Manuel Kuthans Glitzerbeisl steht die Zithergröße Manuel Kuthan, bekannt aus der Kerschbam Zithermusi, Auftritte mit dem Schauspieler Günther Maria Halmer, Konzerte im Mozarteum Salzburg und Zitherfestivals im österreichischen und bayerischen Raum. 2016 lernte er den renommierten Schlagzeuger Reiner Ewert kennen, es entstand die Idee, ein Rock-Jazz-Funk-Schlagzeug mit den Klängen einer volkstümlichen Zither zu vereinigen. Der Ausnahme-Trompeter Heinz Dauhrer (Auftritte mit Udo Lindenberg und Nathalie Cole) komplettiert das Trio. Am Samstag, 11. Januar, wird als Gesamtkunstwerk auf der Bühne im Fraunhofer musiziert und mit humoristischen Einlagen agiert.

Weitere Programmpunkte auf www.fraunhofertheater.de.


Bis 1. März 2020, Wirtshaus und Theater im Fraunhofer, Fraunhofer Str. 9. Karten und Infos auf www.fraunhofertheater.de.

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