Eine Hälfte des Jahres lebt Gert Steinbäcker in Griechenland, in der anderen geht es auf Tour. (c) Christian Jungwirth

»Irgendwann musst du scharf stellen«

Gert Steinbäcker gehört zum Inventar des Austro-Pop. Nun ist »das erste S von STS« auch solo unterwegs.

Im Herbst setzt Gert Steinbäcker sein 2017 erfolgreich gestartetes Soloprojekt mit Liedern aus dem 5. Soloalbum »Ja eh« und seinen unvergesslichen STS-Klassikern fort. In München macht er mit seiner Band am 8. Oktober im Circus Krone Station.

APPLAUS: Als Sie mit Ihrer Solokarriere anfingen, erwarteten Sie, dass es so gut läuft?
GERT STEINBÄCKER: Es war ja so, dass ich nicht aufhören wollte, als sich herausstellte, dass der Günter nicht mehr kann. Ich habe aber schon Bammel gehabt. Wenn man aus so einer berühmten Gruppe kommt, kann es sich schon umdrehen. Ist aber nicht passiert. Auch die Konzerte waren alle toll und gut besucht.

Die Frage war doch nur, ob der Name funktioniert.
Exakt. Das ist die schwierigste Geschichte. Das Markenzeichen war die Band. Aber es geht mir ja auch gar nicht um Erfolge des STS-Ausmaßes. Ich will ein stabiles Publikum, das vortragen können, was ich möchte, und den Leuten soll es gefallen. Das ist alles eingetreten.

Solo-Alben haben Sie ja auch schon in Ihrer STS-Zeit gemacht. Immer mit der Unterstützung Ihrer Bandkollegen und mit Gästen. Bei »Ja eh«, dem Titelsong Ihrer aktuellen CD, singt zum Beispiel der bald darauf gestorbene Wilfried Scheutz mit, für viele ein alter Held des Austro-Pop wie der Neuen Deutschen Welle. Wie kam das?
Wir kannten uns natürlich schon ewig. Ich wollte unbedingt noch mal etwas mit ihm machen. Er hatte Krebs und wusste, dass es nicht mehr ewig gehen würde. Er hat es uns selbst erzählt. Umso mehr freue ich mich darüber, dass ich ihn noch erwischt hab.

Oliver Hochkeppel

Das vollständige Interview finden Sie im Applaus-Heft 09/2018.


Gert Steinbäcker & Band. 8. Oktober, 20 Uhr, Circus Krone. Karten: München Ticket.

 

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