Jazzpianist Vijay Iyer (2. v. l.) im Sextett (c) Lynne Harty

Jazz im Doppelpack

Im Rahmen der »JazzNights« treffen die Pianisten Vijay Iyer und Nik Bärtsch aufeinander.

Die »JazzNights« des Groß-Veranstalters Karsten Jahnke sind die letzte Konzertreihe, die Jazzstars auf Tournee durch die großen Häuser der Republik schickt. Zum ersten Mal ist die aktuelle Tour mit Künstlern des Münchner ecm-Labels bestückt, mit zwei Pianisten: Vijay Iyer trifft auf Nik Bärtsch. Iyer, der Amerikaner mit indischen Wurzeln, hat inzwischen Guru-Qualitäten entwickelt. Tiefenentspannt bis in die Fingerspitzen ist er zum Kern des Musizierens vorgestoßen.

Von der extremen Süße eines George Shearing bis zu eiskalten mathematischen Klängen (Iyer ist auch Astrophysiker), von Erdigem bis zu Artifiziellem – die Bandbreite, Dynamik und Spannung seines aktuellen Sextetts ist enorm. Was auf andere Art auch für den Schweizer Nik Bärtsch gilt. Seit vielen Jahren verwandeln er und seine Band Ronin mit entschleunigtem Zen-Jazz Rhythmus in reine Energie und beweisen, dass auch nahezu melodiefreie Musik wunderschön klingen kann. Schwelgt sie doch dafür in Grooves und Klangfarben.

Oliver Hochkeppel

 


10. November, 20 Uhr, Prinzregententheater. Karten: München Ticket.

 

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