Starkes Duo: Geiger Kirill Troussov und Pianistin Alexandra Troussova © Marco Borggreve

München Rezital III

Die Geschwister Troussov spielen Beethoven, Tartini und Ravel.
Seitdem sie laufen können und länger als sie sich erinnern können, spielen sie zusammen: Kirill Troussov und seine Schwester Alexandra Troussova. Von Yehudi Menuhin gefördert, gelang Kirill Troussov der internationale Durchbruch als Geiger, als er für Gidon Kremer einsprang. Es folgten gefeierte Auftritte in zahlreichen Metropolen weltweit, bei den BBC Proms sowie bei den großen Festivals von Verbier und Schleswig-Holstein. Im Laufe ihrer Karriere hat Alexandra Troussova mit Dirigenten wie Lorin Maazel, Sir Neville Marriner, Gerd Albrecht, Antoni Wit, Josef Suk, Volker Schmidt-Gertenbach, Walter Weller, Wolfgang Gönnenwein, Kaspar Zehnder und Michel Tilkin zusammengearbeitet.
Mit seiner Schwester am Klavier bildet Troussov, der u.a. mit Sol Gabetta, Daniel Hope und den Brüdern Capuçon konzertiert, eines der aufregendsten Geschwister-Duos unserer Zeit: Perfekt aufeinander hörend und intuitiv reagierend strahlen sie eine vollkommene Harmonie aus. Es ist diese einzigartige Kombination aus Virtuosität, Musikalität und tiefen Emotionen, die das Geschwisterpaar verbindet und das Publikum unmittelbar berührt. Die gemeinsamen CDs »Memories« (Dabringhaus und Grimm) und »Emotions« (Dabringhaus und Grimm) wurden von der internationalen Presse hoch gelobt. Das Instrument von Kirill Troussov ist einzigartig: die legendäre Antonio Stradivari »The Brodsky« von 1702, mit der Adolph Brodsky am 4. Dezember 1881 Peter Tschaikowskis Violinkonzert erstmals vorgetragen hat.
 
Das dritte Münchner Rezital zeigt das eingespielte Duo einmal mehr als feinfühlige Virtuosen mit einem Programm, das einige der anspruchsvollsten Werke der Gattung aufbietet. Schwärmerische Melodik durchzieht Beethovens Frühlingssonate wie ein zart blühender Duft, während die halsbrecherischen Läufe und Triller in Giuseppe Tartinis Teufelstrillersonate angeblich direkt von finsteren Mächten stammen. Der rhythmische Drive in Maurice Ravels Sonate G-Dur wiederum zeigt Anklänge an den amerikanischen Blues und Jazz der 1920er-Jahre. Zum Abschluss bieten Ravels Bravourstück Tzigane wie auch die effektvollen »Zigeunerweisen« von Pablo Sarasate dem Geiger Troussov noch einmal jede Menge Gelegenheiten, seine singuläre Fingerfertigkeit unter Beweis zu stellen.
 

16. November, 19.30 Uhr, Allerheiligen-Hofkirche der Residenz München. Karten über muenchenticket.de. Informationen unter www.troussov.com.
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