Dirigent Franz Welser-Möst (c) Michael Poehn

Werden, Sein, Vergehen

Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks interpretieren »Das schlaue Füchslein«

Leoš Janáceks vorletzte Oper Das schlaue Füchslein war in München in den unterschiedlichsten Versionen szenisch zu erleben, aber noch nie in der tschechischen Originalsprache. Das bietet jetzt eine konzertante Aufführung von »Die Abenteuer der Füchsin Schlaukopf« – so die wörtliche Übersetzung – mit Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Franz Welser-Möst.

Janáčeks vorletzte Oper ist neben seiner letzten (Aus einem Totenhaus, 1928), in der nur Männer auftreten, sein originellstes und kühnstes Werk für das Musiktheater, auch wenn es auf den ersten Blick ganz und gar märchenhafte Züge trägt: Der Förster schläft erschöpft und betrunken im Wald ein, während um ihn herum die Natur lebendig ist – Grillen und Heuschrecken, Libellen und Mücken. Ein Frosch hüpft dem Förster auf die Nase, der schreckt auf, erblickt die Füchsin und nimmt sie für seinen Sohn mit. – Der Dackel schüttet sein Herz der gefangenen Füchsin aus, die erwachsen und mutig geworden ist. Sie berichtet aus dem Wald über Beziehungsstreit und Geschlechterkampf, das Fremdgehen mit einem Kuckuck und Alimente-Zahlungen in Form von Nüssen. Die Jungs des Försters necken die Füchsin, die beißt und wird angebunden. Während es dunkelt, verwandelt sie sich in ein schönes Mädchen und wieder zurück in ein Tier. Jetzt plustert sich der Hahn auf und gibt sich moralisch. Nur wer brav Eier lege, dem werde geholfen. Die Hennen bestätigen das, doch die Füchsin belehrt sie wie eine Feministin und versteckt sich. Als die Hennen ihr zu nahe kommen, würgt die Füchsin eine nach der anderen und den Hahn gleich mit. (...)

 

Klaus Kalchschmid

Den kompletten Artikel finden Sie im aktuellen APPLAUS 01/02 2018


Janácek: Príhody lišky Bystroušky (Das schlaue Füchslein).

15. und 16. Februar, Philharmonie im Gasteig.

Karten: Tel. (089) 5 90 01 08 80.

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