Das Baltic Sea Philharmonic (c) Peter Adamik

Nordisch

Baltic Sea Philharmonic gastiert in München mit einem zeitgenössischen wie eingängigen Programm.

Wer 2009 das damals noch Baltic Sea Youth Philharmonic heißende Orchester beim Usedomer Musikfestival erlebt hat in einer alten Stromerzeugungshalle in Peenemünde aus dem Zweiten Weltkrieg, die nahezu unverändert geblieben ist, wird kaum mehr vergessen, wie der beeindruckende und fatal geschichtsträchtige Ort auf das Spiel dieser jungen Musiker und ihres Dirigenten gewirkt hat. Selten erlebte man ein so elektrisierendes, aufregendes Spiel ohne Netz und doppelten Bogen wie hier unter dem 1972 geborenen jüngsten Sohn von Neeme Järvi, der wie sein älterer Bruder Paavo in die Fußstapfen des Vaters getreten ist.

Die erste, 2014 aufgenommene CD des Orchesters, das aus MusikerInnen der zehn Anrainerstaaten der Ostsee besteht, umfasst – wie die Konzerte auch – Werke von Komponisten aus Ländern, die an das »baltische Meer« angrenzen: also ganz Skandinavien, Estland, Lettland und Litauen sowie Polen und Deutschland. Einiges aus dieser CD, der eine Orchester- Kurzfassung von Wagners Ring des Nibelungen folgte, steht auch bei der aktuellen Konzerttournee auf dem Programm, die unter dem Motto »Nordic Pulse« vom 100. Jahrestag der Unabhängigkeit der drei baltischen Staaten inspiriert ist.

Klaus Kalchschmid

Den vollständigen Artikel finden Sie im Applaus-Heft 09/2018.

Baltic Sea Philharmonic, Nordic Pulse. 18. September, 20 Uhr, Herkulessaal. Karten: München Ticket.

 

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