das Mozarteumorchester Salzburg © Nancy Horowitz

Jugend forscht

Das kleine, feine Festival »Dialoge« ist im Winter das Pendant zur »Mozartwoche« in Salzburg.

Für die Planung der diesjährigen Ausgabe blieben dem neuen Konzertchef bei der Stiftung Mozarteum Salzburg seit Juli, und damit dem künstlerischer Leiter des Festivals, nur zwei Monate. So nennt er es bewusst »Zwischenspiel«, beginnend mit einer Diskussionsrunde zum grundsätzlichen Thema: »Was meinen wir eigentlich mit zeitgenössischer Musik?« Fladvad-Geier erläutert: »Wirklich nur das Seriell-Avantgardistische? Hat nicht auch anderes mittlerweile seinen Platz, die neue Tonalität, Neo-Klassisches oder Neo-Romantisches?« Schon das erste Konzert unter dem Titel Aspekte der Moderne mit dem Mozarteumorchester Salzburg und dem jungen Cellisten Benedict Kloeckner unter Peter Tilling macht die Begegnung von radikaler Moderne der heute über 70-Jährigen wie Peter Ruzicka und Peter Eötvös mit jüngeren Komponisten möglich, die für ganz andere musikästhetische Richtungen stehen wie der 40-jährige Johannes Motschmann oder der in seiner Heimat viel gespielte 37-jährige Amerikaner Adam Schoenberg, der weder biografisch noch musikalisch verwandt ist mit seinem berühmten Namensvetter. Fladvad-Geier betont: »Ich möchte eine große Vielfalt bieten, nicht nur für Spezialisten, und das in Zukunft auch ausbauen – bis in Richtung Pop und Rock, denn da gibt es ja auch, wenn man etwa an Björk denkt, MusikerInnen, die sich intensiv mit zeitgenössischer Musik auseinandergesetzt haben.«

Klaus Kalchschmid

 


Den vollständigen Artikel finden Sie im Applaus-Heft 11/2018.

Dialoge. 30. November bis 2. Dezember. Mozarteum Salzburg. Karten: Tel. +43 (0)662 87 31 54. Infos: mozarteum.at.

 

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