Marianne von Werefkin: »Wäscherinnen«, um 1909 (Ausschnitt) © Lenbachhaus

Lebensmenschen

Die Ausstellung im Lenbachhaus vereint Werke von Alexej von Jawlensky und Marianne von Werefkin
Alexej von Jawlensky (1864–1941) und Marianne von Werefkin (1860–1938) sind in den Kanon der Kunstgeschichte als eines der wegweisenden Künstlerpaare der Avantgarde eingegangen. Mit der von ihnen 1909 initiierten Gründung der Neuen Künstlervereinigung München, aus der zwei Jahre darauf der Blaue Reiter hervorgegangen ist, haben sie nicht nur als Vordenker (Werefkin) und malerischer Impulsgeber (Jawlensky) dieser Vereinigungen Kunstgeschichte geschrieben, sondern auch jeder für sich und zusammen als Paar einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der Moderne am Beginn des 20. Jahrhunderts geleistet. Bemerkenswert ist aus diesem Grund, dass ihre Bedeutung bislang lediglich innerhalb dieser Vereinigungen beleuchtet oder in Einzelausstellungen gewürdigt wurde, sie aber als private wie künstlerische „Partner“, die sie über 29 Jahre (1893–1921) gewesen sind, noch niemals gemeinsam und explizit in einer Ausstellung vorgestellt wurden. In der vom Lenbachhaus München und dem Museum Wiesbaden in enger Kooperation konzipierten Ausstellung Lebensmenschen. Alexej Jawlensky und Marianne Werefkin werden die individuellen künstlerischen Werdegänge beider Persönlichkeiten verfolgt, zueinander in Beziehung gesetzt und mit ihren ständig in Veränderung begriffenen privaten Verhältnissen in Verbindung gebracht.
 

Bis 16. Februar 2020, Städtische Galerie im Lenbachhaus. Infos unter www.lenbachhaus.de.
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