Paul Klee, »Leontine«, 1933 (c) Galerie Thomas © Privatbesitz Schweiz, Depositum im Zentrum Paul Klee, Bern (l.)

Musikfreund Klee

Die Galerie Thomas zeigt in ihrer Ausstellung auf, welch enges Verhältnis Paul Klee zur Musik hatte.

Paul Klee war mit mehreren Talenten begabt. Er schrieb Gedichte und er spielte Geige auf einem annähernd professionellen Niveau. Schließlich entschied er sich aber fürs Malen und Zeichnen. Er blieb jedoch der Musikszene durch häufige Konzertbesuche eng verbunden. In Ergänzung zur Klee-Schau der Pinakothek der Moderne präsentiert die Galerie Thomas Paul Klee. Musik und Theater in Leben und Werk. Die Ausstellung kuratiert Christine Hopfengart, ehemalige Leiterin der Paul-Klee-Stiftung in Bern. In den rund 40 Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen, entstanden zwischen 1914 und 1939, wird sichtbar, wie intensiv das Thema Musik den Künstler in seinen Arbeiten bis in deren innere Struktur und Formgebung beschäftigt hat. Im Mittelpunkt steht dabei die Arbeit Die Sängerin L. als Fiordiligi aus dem Jahr 1923. Das Motiv, inspiriert durch Mozarts Oper Così fan tutte, hat Klee mehrmals gestaltet, auch in einer Lithografie, mit der er ausgewählte Sammler bedachte. Die Ausstellung ist in ein Rahmenprogramm eingebettet, zu dem fünf musikalische Abende, darunter auch eine Aufführung mit Handpuppen, gehören. Außerdem ist ein eigenes Katalogbuch im Wienand Verlag erschienen.

Rüdiger Heise


Bis 12. Mai, Mo-Fr 9-18 Uhr, Sa 10-18 Uhr, Türkenstr. 16. Tel. (089) 2 90 00 80.

 

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