Harald Rumpf, »Junge mit Rad an Isar«, 1981 © Harald Rumpf

Harald Rumpf

Fotoausstellung über ein etwas anderes München.

Die 1980er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts umweht unzweifelhaft eine Aura: Sie sind noch so nah und scheinen doch so fern. Der Münchner Filmemacher, Journalist und Fotograf Harald Rumpf, Jahrgang 1955, zeigt in der Ausstellung Billard Fotografien aus dem München dieser Zeit. Ein besonderer Verfremdungseffekt ist darin zu sehen, dass es sich bei den Fotografien um Arbeiten in Schwarzweiß handelt. Im Mittelpunkt stehen die Menschen zwischen Gärtnerplatz und Hasenbergl sowohl im privaten wie im öffentlichen Raum. Es ist das Jahrzehnt vor der Wiedervereinigung. München versteht sich als heimliche Hauptstadt der Bundesrepublik. Die Nackten im Englischen Garten, Dietls Fernsehserie Kir Royal und der Große Vorsitzende bestimmen das München-Bild. Aber auch gegen solche Klischees stellt der Fotograf sein subjektives Stimmungsbild: rau, ungeschliffen in seinen noch nicht gentrifizierten Stadtteilen. Am Dienstag, 29. Januar, um 20 Uhr spricht Harald Rumpf im Gasteig, Raum 0117, über seine Arbeit.

Rüdiger Heise

 


Bis 10. Januar, täglich 8-23 Uhr, Glashalle, 1. Obergeschoss. Informationen unter gasteig.de.

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