»Luce & Ombra« Simulation. © Uwe Jonas

Lichtspiele

In der Ausstellung »„LUCE & OMBRA« in der Galerie artoxin in Haidhausen betreiben die Malerin Hertha Miessner und der Bildhauer Uwe Jonas eine Wirklichkeitserforschung je eigener Art.

Im Mittelpunkt ihrer neuen Werkreihen, die sie in der Ausstellung an der Seite von älteren Arbeiten vorstellen, stehen das Licht und der Schatten. Hertha Miessner, als Schülerin des SPUR-Malers Helmut Sturm an der Münchner Akademie ausgebildet, legt überall, wo es sie hinzieht, Leinwände auf die Erde. Das Schattenspiel auf diesen Leinwänden samt Auswirkungen des Untergrundes fotografiert sie, um dieses Bildmaterial zu Hause mit bildgebenden Verfahren am Computer zu bearbeiten. Die Endprodukte dieses Gestaltungsprozesses lässt sie dann im Fotolabor ausbelichten: Sie malt also mit dem Licht und mit dem Computer. Uwe Jonas, wie seine Kollegin an der Münchner Kunstakademie ausgebildet, zuletzt Meisterschüler von Jürgen Reipka, nimmt für seine jüngsten plastischen Arbeiten als Ausgangsmaterial Profile aus dem Trocken- und Lüftungsbau, bearbeitet sie für seine Zwecke und schraubt sie dann zu filigranen Raumgebilden zusammen. Seine Plastiken stehen in der Tradition konkret-minimalistischer Kunst, insoweit sie stets die Art und Weise ihres Produziert- und Montiertseins aufzeigen. Bei manchen Arbeiten experimentiert er zudem mit LED-Lichtbändern, wodurch die Metall-Lichtskulpturen oftmals wie im Raum zu schweben scheinen.

Rüdiger Heise

 


Bis 13. April, Mi-Fr 14-20 Uhr, Sa 12-18 Uhr, Kirchenstr. 23. Tel. (089) 89 08 36 65.

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