Karen Pontoppidan: THE ONE WOMAN GROUP EXHIBITION, Installationsansicht (KNELL - THE GENDER BELL), 2016/18. ©Jann Averwerser, Yosef Bercovich

Erweiterung der Schmuck-Zone

Karen Pontoppidan prägt zwei Ausstellungen. 
Karen Pontoppidan, Nachfolgerin von Otto Künzli auf dem Lehrstuhl für Schmuckkunst an der hiesigen Kunstakademie, prägt zwei Ausstellungen. In der Neuen Sammlung tritt sie als Kuratorin auf. Im Museum Villa Stuck kuratiert die Kunsthistorikerin und Galeristin Ellen Maurer Zilioli eine Retrospektive der Arbeiten Karen Pontoppidans aus den letzten 25 Jahren.

Wer sich mit Autorenschmuck befasst, schaut einmal im Jahr nach München. Im Rahmen der Internationalen Handwerksmesse Mitte März trifft sich die Szene in München zum Austausch. Außerdem gibt es meist mehrere Ausstellungen zum Thema, sodass sich auch der interessierte Laie in dieses vielfältige und immer interessanter gewordene Gebiet der bildenden wie angewandten Künste einsehen und einarbeiten kann. Vier Ausstellungen stellen wir hier vor, die zwei Frauen ins Licht rücken,die international und besonders in München viel und Entscheidendes für den Autorenschmuck vorangebracht haben: die Schmuckkünstlerin und Akademieprofessorin Karen Pontoppidan und die Kuratorin und Galeristin Ellen Maurer Zilioli.

 

Installationen in den historischen Räumen

Die Retrospektive in den historischen Räumen der Villa Stuck zeigt Karen Pontoppidans Werkgruppen der letzten 25 Jahre. Sie wurde kuratiert von Ellen Maurer Zilioli, die in der Maxvorstadt eine eigene Galerie betreibt. Die Präsentation der Arbeiten trägt also selbst den Charakter einer Intervention wie einer Installation. Dabei spielt ein stilisiertes Gewächshaus eine Rolle als Symbol für die Sorge um das Kleine und Heranwachsende. In der ersten Werkgruppe – BLUMEN & BOLLER genannt – wendet sich die Künstlerin gerade Ben Lignel, Brosche »Manifest (thank god)«, 2008 den bis dato im Schmuck verpönten Kategorien des Ekligen und Hässlichen zu.

Rüdiger Heise

 


Den vollständigen Artikel finden Sie in der Applaus-Ausgabe 03/2019.

THE ONE WOMAN GROUP EXHIBITION KAREN PONTOPPIDAN. Bis 5. Mai, Di-So 11-18 Uhr, Abendöffnung am ersten Freitag im Monat, 18-22 Uhr bei freiem Eintritt, Museum Villa Stuck, Prinzregentenstr. 60. Tel. (089) 4 55 55 10.

Schmuckismus. 16. März bis 16. Juni, Di- So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, Neue Sammlung in der Pinakothek der Moderne, Barer Str. 40. Tel. (089) 272 72 50.

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