Karen Köhler spricht im Literaturhaus mit Laura Freisberg (BR) über ihren neuen Roman. © picture alliance/dpa Foto: Henning Kaiser

Karen Köhler: »Miroloi«

Ein Dorf, eine Insel, eine ganze Welt.

Ein Dorf, eine Insel, eine ganze Welt: Karen Köhlers erster Roman erzählt von einer jungen Frau, die als Findelkind in einer abgeschirmten Gesellschaft aufwächst. Hier haben Männer das Sagen, dürfen Frauen nicht lesen, lasten Tradition und heilige Gesetze auf allem. Was passiert, wenn man sich in einem solchen Dorf als Außenseiterin gegen alle Regeln stellt, heimlich lesen lernt, sich verliebt? Voller Hingabe, Neugier und Wut auf die Verhältnisse erzählt Miroloi von einer jungen Frau, die sich auflehnt: Gegen die Strukturen ihrer Welt und für die Freiheit. Eine Geschichte, die an jedem Ort und zu jeder Zeit spielen könnte; ein Roman, in dem jedes Detail leuchtet und brennt.

»Karen Köhler macht sich mit diesem Text stark für die politische Kraft der Erzählung. Sie klammert sich nicht an eine der aktuellen Debatten, sondern bemüht sich, einen eigenständigen Urtext zu erschaffen. Mit Miroloi hat sie eine Parabel über die Freiheit geschrieben, die Raum lässt für die Gedanken des Lesers, in ihrem hoffnungsvollen Gesang«, kommentierte Lisa Kreißler jüngst auf NDR Kultur. Der Sender kürte Miroloi zum Buch des Monats August.

»Ich wollte Kosmonautin werden, habe Fallschirmspringen gelernt und Schauspiel studiert. Nach zwölf Jahren im Beruf schreibe ich heute Theaterstücke und Prosa. Ich finde Mathe gut und den Weltraum, wäre gerne in einer Pogo-Sychronschwimmgruppe und lebe in Hamburg auf St. Pauli«. In dieser Art skizziert sich Karen Köhler selbst auf ihrer Internetseite. Köhlers Theaterstücke stehen bei zahlreichen Bühnen auf dem Spielplan. 2014 erschien ihr viel beachteter Erzählungsband Wir haben Raketen geangelt. 2017 erhielt sie für ihren Roman Miroloi (Hanser 2019) ein Grenzgänger-Stipendium der Robert Bosch Stiftung, 2018 das Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds. Miroloi steht auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2019.


25. September 2019, 20 Uhr, Literaturhaus München, Salvatorplatz 1, 80333 München. Karten: https://literaturhaus-muenchen.reservix.de/p/reservix/event/1434748

 

 

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