Damian Rebgetz, Thomas Hauser, Annette Paulmann, Walter Hess, Julia Windischbauer (v.l.n.r.) © Julian Baumann

»The Vacuum Cleaner«

Toshiki Okada bringt ein neues Stück auf die Bühne der Kammerspiele.

No Future? Schätzungen zufolge haben sich etwa eine Million Japaner*innen aus der Gesellschaft zurückgezogen und verlassen ihr Zimmer kaum oder gar nicht. Man nennt sie Hikikomori. Viele von ihnen wohnen bei ihren Eltern, so lange sie leben. Viele von ihnen können den auf sie ausgeübten Druck, doch endlich zum funktionierenden Mitglied der Gesellschaft zu werden, nicht mehr ertragen. Viele von ihnen sehen ihren Rückzug als Reaktion auf den Zustand der Verhältnisse: »Nicht ich bin sonderbar, die Welt ist es.«

Nach No Sex, Nō Theater und Hot Pepper, Air Conditioner and The Farewell Speech inszeniert Toshiki Okada, einer der wichtigsten Theatermacher Asiens und Spezialist im unter-die-Lupe-Nehmen zeitgenössischer japanischer Lebens-und Arbeitswelten, zum vierten Mal an den Münchner Kammerspielen. Sein neues Stück The Vacuum Cleaner spielt am Ort des Rückzugs, im Zuhause. Im Zentrum eine eher ungewöhnliche Familie. In einem engen Haus mit dünnen Wänden, in dem nur das Geräusch des Staubsaugers immer wieder ein wenig Privatsphäre behauptet. Wie lässt sich hier zusammen leben? Oder ist das eigentlich auch egal, irgendwie?

Mit Thomas Hauser, Walter Hess, Annette Paulmann, Damian Rebgetz und Julia Windischbauer.


Premiere am 12. Dezember, 20 Uhr, Kammer 1. Weitere Vorstellungen am 15., 21. Dezember 2019 und 8., 14., 24. Januar 2020. Karten über www.kammerspiele.muenchenticket.net.

Theater

V.l.: Irene Rovan, Theresa Peters, Ante Brekalo, Axel Röhrle und Sophie Wendt © Lorenz Seib

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