Das Ensemble der Schauburg: David Benito Garcia, Anne Bontemps, Janosch Fries, Helene Schmitt, Klaus Steinbacher und Simone Oswald (v. l.) (c) Fabian Frinzel

Für junges Publikum

Seit einer Spielzeit ist Andrea Gronemeyer Intendantin der Münchner Schauburg. »Wir sind gut angekommen«, sagt sie, als die Pläne für ihre zweite Spielzeit präsentiert.

Auch das Ensemble ist neu und voller Elan. Die Puppenspielerin Helene Schmitt ist mit Andrea Gronemeyer vom Jungen Nationaltheater Mannheim nach München gekommen. Dort hatte sie ihr erstes Engagement nach dem Studium an der Ernst-Busch-Hochschule in Berlin. »Meine Dozentin hat mich damals gefragt, ob ich nicht Lust hätte, mich dort zu bewerben. Ich habe mich persönlich und künstlerisch auf Anhieb gut mit Andrea Gronemeyer und ihrer Dramaturgin Anne Richter verstanden und hatte große Lust darauf, mit ihnen Theater zu machen.«

Klaus Steinbacher studierte Schauspiel an der Bayerischen Theaterakademie, als er zum Vorsprechen nach Mannheim eingeladen wurde. Steinbacher, der seit seiner Kindheit in – vorwiegend bayerischen – Filmen wie Wer früher stirbt, ist länger tot spielt, hat sein Studium angefangen, um flexibler zu werden. »Ich wollte auch Rollen spielen, die weiter von mir weggehen. Die Filmsachen blieben immer irgendwie in einer Schiene«, erzählt er. Während seiner Zeit an der Akademie hat er das Theater lieben gelernt. »Danach wollte ich das nicht verlieren, wollte nicht auf Filmprojekte warten, sondern einfach spielen. Hier an der Schauburg darf ich eine Produktion nach der anderen machen. Das ist für mich gerade top.«

Beide – Helene Schmitt und Klaus Steinbacher – sind eher zufällig im Kinder- und Jugendtheater gelandet, haben aber Gefallen daran gefunden: »Das ist nicht nur Theater für Theaterleute, die eh immer schon ins Theater gehen. Hier kommt jeder, Kids aus allen sozialen Schichten«, erzählt Steinbacher. »Und was auch super ist für einen als Spieler: dass es hier immer voll ist«, fügt er grinsend hinzu. Helene Schmitt findet es toll, wenn eine unruhige Klasse kommt, die erst mal gar keinen Bock auf Theater hat – »und dann kriegt man die, und auf einmal ist so eine Energie im Raum und sie sind voll dabei«.

Anne Fritsch

Den kompletten Artikel finden Sie im Applaus-Heft 09/2018


Tag der offenen Schauburg. 22. September, 11 Uhr. Infos zum Spielplan unter schauburg.net.

 

Theater

v. l. Sophie von Kessel, Norman Hacker, Genija Rykovan © Matthias Horn

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