Die Familie Flöz setzt auch in »Teatro Delusio« auf ein faszinierendes Spiel mit Masken © Valeria Tomasulo

Familie Flöz

Masken und Menschlichkeit

»Am Ende könnte man schwören, die Darsteller hätten gesprochen, gelacht oder geweint« (Süddeutsche Zeitung), doch keine dieser menschlichen Gefühlsäußerungen ist in den Stücken der Familie Flöz tatsächlich zu sehen. Mit starren Masken sind die Gesichter der drei Darsteller bedeckt. Reiz und Herausforderung ist es für die Künstler, die seit 1994 auftreten, die verschiedenen Figuren auch ohne die Möglichkeiten der Mimik und Sprache zum Leben zu erwecken. Einsame Baustellen, Restaurants und versunkene Schiffe haben die Figuren der Familie Flöz bereits bevölkert, in Teatro Delusio von Regisseur Michael Vogel widmen sie sich nun dem Ort ihres eigentlichen Ursprungs, dem Theater. Die Bühnenarbeiter Bob, Bernd und Ivan fristen im Hintergrund ihr Dasein. Von Glanz und Ruhm der Bühne sind sie nur durch eine spärliche Kulisse getrennt und doch Lichtjahre entfernt. Doch eines Tages berührt das Leben der unermüdlichen Helfer im Schatten der Scheinwerfer die glitzernde Welt auf der Theaterbühne. Die Handlung versucht, die unzähligen Facetten der Theaterwelt – Illusion und Desillusion – mit Charme, Gefühl und Witz zu beleuchten und damit das Theater als Ort voll anrührender Menschlichkeit zu präsentieren.

 


5. und 6. Februar, 20 Uhr, Prinzregententheater. Karten: Tel. (089) 93 60 93.

 

Theater

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