Ob ernst oder heiter: Miroslav Nemec ist kein Schauspieler, der in seinen Rollen seine Emotionen zurückhält. © Stefan Nimmesgern, Agentur Dietrich

Miroslav Nemec 

Ein Wiedersehen mit Alexis Sorbas

Der eine ein von Selbstzweifeln geplagter Zauderer, der erst denkt, bevor er handelt. Der andere ein ständig wie ein Vulkan brodelnder Freigeist, der am liebsten seinem Instinkt vertraut. Etwas zugespitzt könnte man so die beiden langjährigen Münchner TV-Kommissare Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Ivo Batic (Miroslav Nemec) charakterisieren. Diese gegensätzliche Typenbeschreibung trifft allerdings auch auf Basil und Alexis Sorbas, die Hauptfiguren des berühmten Films nach dem autobiografischen Roman von Niko Kazantzakis, zu. So dürfte es für den Schauspieler Miroslav Nemec auch keine große Umstellung sein, wenn er für eine Bühnenadaption in die Rolle des Alexis Sorbas schlüpft. Auch seine kroatische Herkunft stellt dabei kein Glaubwürdigkeitsproblem dar, immerhin wurde der legendäre Film-Sorbas vom Mexikaner Anthony Quinn verkörpert. Nemec möchte bei seinem Griechen-Solo keine traditionelle Lesung anbieten, sondern unter der Regie von Martin Mühleis in einem durchkomponierten Stück auftreten, das sich mit Freundschaften, Liebe und den wahren Werten des Lebens auseinandersetzt. Unterstützt wird der 64-jährige Grimmepreisträger von einem Musikensemble unter der Leitung von Christoph Dangelmaier. Es dürfte spannend sein, wie Nemec dabei den einmaligen Sirtaki von Mikis Theodorakis interpretiert.

Florian Koch

 


23. März, 20 Uhr, Prinzregententheater. Karten: München Ticket.

 

Theater

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