Susan (Maria Weidner) ist fasziniert von Raymond (Richy Müller), © Philipp Moenckert

Rain Man 

Gegensätze ziehen sich an

»Das ist mein Bruder. Wenn er in einer Minute nicht sein Fernsehgericht sieht, bekommt er einen Anfall. Sie könnten uns einen Gefallen tun oder zusehen, wie es passiert.« So banal diese bissig formulierte Aufforderung auf den ersten Blick auch wirkt. Sie erzählt im Fall von Rain Man auch viel über die Beziehung zweier völlig verschiedener Geschwister. Der eine ein aufbrausender, windiger Yuppie, der sich gerne selbst überschätzt, der andere ein in sich gekehrter, auf fremde Hilfe angewiesener Autist. Vor 30 Jahren schlüpften Tom Cruise und Dustin Hoffman in diese wunderbar gegensätzlichen Rollen und machten aus dem Roadmovie einen oscargekrönten Publikumshit. Dass der Wechsel von der Straße auf die Bühne nun so reibungslos funktioniert, liegt auch an der komödiantischen Vorlage von Dan Gordon. Seit der Spielzeit 2014/15 ist die sensible, aber auch amüsante Annäherung von Raymond und Charlie Babbit ein Dauerbrenner am Karlsruher Kammertheater. Und das hat viel mit dem Zusammenspiel der TV-Stars Richy Müller (Stuttgarter Tatort) und Markus Frank (Unser Charly) zu tun, die das Publikum mit dem Thema Autismus nicht nur konfrontieren, sondern dabei auch noch unterhalten wollen. 


10. April (Premiere), 19.30 Uhr, Komödie im Bayerischen Hof. Weitere Vorstellungen bis 28. April. Karten: Tel. (089) 29 16 16 33.

 

Theater

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